Hintergründe
Das Hauptquartier Aachen (HQ) ist eine alternative Kneipe im Herzen der Kaiserstadt, die für ihre nette Atmosphäre bekannt ist und regelmäßig Konzerte mit Bands aus aller Welt veranstaltet. Oder besser: bis vor kurzem veranstaltet hat und gerne wieder würde. Das Problem ist, dass das Ordnungsamt dem Hauptquartier bis auf Weiteres untersagt hat, Konzerte zu veranstalten.
Dieses Verbot ist (aus Gründen die später erklärt werden) zwar nachvollziehbar, allerdings beruht es auf der puren Schinderei eines Immobilienbesitzers in der Nachbarschaft des HQs. Dieser Immobilienbesitzer schikaniert das Hauptquartier schon seit Jahren mit Beschwerden über angebliche Ruhestörungen. Jeder, der schon einmal abends durch die Promenadenstraße (in der das HQ liegt) gegangen ist, wird bestätigen können, dass Musik aus dem Hauptquartiers nicht auf der Straße hörbar ist. Vielmehr ist es so, dass andere Lokalitäten (ohne Namen zu nennen) und deren Besucher durch laute Musik auffallen. Die Polizei selbst teilte dem Ordnungsamt mit, dass diese Meldungen von HQ-verursachten Ruhestörungen offenbar Schikane seien, da zu den betreffenden Zeitpunkten keine Ruhestörungen festzustellen war.
Nun hat der Immobilienbesitzer – der übrigens nicht selbst in Erscheinung tritt, sondern sich durch seinen Anwalt vertreten lässt – festgestellt, dass Konzerte grundsätzlich beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen. Das ist zwar sachlich korrekt, doch im Allgemeinen werden Konzerte im kleinen Rahmen von den Behörden geduldet. Seitdem sich der Immobilienbesitzer und sein Anwalt jedoch über die nicht angemeldeten Konzerte beschwert haben, untersagt das Aachener Ordnungsamt jegliche Konzerte im Hauptquartier und verweigert auch die Zustimmung zu zukünftigen Konzerten.
Natürlich bedeutet dieses Verbot Einbußen für das Hauptquartier, aber viel mehr noch ist es ein starker Verlust für das Aachener Kulturangebot. Das Hauptquartier ist einer der wenigen Orte, an denen regelmäßig Konzerte stattfinden können. Bands aus ganz Europa, aus Australien und den USA haben schon im HQ gespielt und würden dies auch gerne wieder tun. Auch wenn das Hauptquartier flächenmäßig recht klein ist, so kennt man weit über das Rheinland hinaus als kulturellen Leuchtturm. Wenn immer die Stadt Aachen sich als kulturell offen und vielseitig präsentieren kann, hat das Hauptquartier einen Anteil daran.
Daher appellieren wir an das Ordnungsamt der Stadt Aachen: Lassen Sie Konzerte im Hauptquartier wieder zu (wenn nötig, gegen eine Gebühr). Lassen Sie sich von privaten Schikane-Aktionen nicht unter Druck setzen.
Hinweis: Der Autor der obigen Zeilen hat seine Informationen aus erster Hand und alles nach bestem Wissen und Gewissen widergegeben, kann allerdings naturgemäß nicht für die sachliche Richtigkeit garantieren. Falls es an den obigen Darstellungen etwas zu korrigieren gibt, möge dies via Kontaktformular umgehend mitgeteilt werden.
28. February 2007 um 11:04
Die ham doch echt die Dienstmütze am kreisen! Nicht so verhalten liebes O-Amt. Verhängt doch direkt ne Ausgangssperre, das is effektiver.
1. March 2007 um 21:51
Oh my goodness!!!
Das gibts doch nicht da ist man froh, dass es was gibt in der Nähe und, dass man nicht hunderte Kilometer fahren muss und dann hört man sowas also ich habe da überhaupt kein verständnis.
Hoffe das bekommt man wieder geregelt
Greetz Rockawilly (keep fighting)
3. May 2007 um 22:04
verficktes paragraphengereite.zum tod mit allen,die gegen das HQ sind.
WIR LIEBEN DAS HQ und wollen wieder dort spielen!!!
30. June 2007 um 21:24
das HQ ist nicht nur ne coole kneipe zum abhängen und sich´s gutgehen lassen, sondern schon ne” Institution”, was die aachener konzertszene angeht!
sach ich nur: O-amt; lasst die konzerte wieder zu!!!!
dirk
1. December 2007 um 16:07
Da fällt mir ein Lied-Text ein, den vor ca. 10 Jahren eine Straßen-Kombo gedichtet (und gerne gesungen) hat. Hintergrund war ein damals äußerst rigides Vorgehen des Ordnungsamtes gegen Straßenmusiker. Mal seh’n, ob ich es noch zusammen bekomme - selbstverständlich ohne mir hier persönlich diese Aussagen zu Eigen zu machen. Bitte versteht dies als einen Beitrag zu historischen Kulturgütern aus der Kaiserstadt.
Ich wollt ich wär beim Ordnungsamt,
wär in der ganzen Stadt bekannt
Ein jeder liebte mich dafür
und käm gleich zu mir vor die Tür
um seinen Nachbarn anzuzeigen
und sich dabei tief zu verneigen
Dann müsste mich ein jeder grüßen
und mir meine Füße küssen.
Keiner sagt mehr dass ich dumm bin
zu gar nichts tauge ohnehin
Jawoll ich geh zum Ordnungsamt
bin eh schon lang als Arsch bekannt
zu denen pass ich wunderbar
das ist doch wirklich sonnenklar.
4. December 2007 um 12:26
Auch wenn Du sagst, dass es nicht Deine persönliche Aussage ist und dass es nicht auf den konkreten Fall bezogen ist, möchte ich nochmal betonen, dass das Ordnungsamt im Fall HQ sich (meines Wissens) bislang als sehr kooperativ gezeigt hat.