Unterschriften eingereicht

27.11.2007 um 21:13 Uhr

Schon vor einigen Tagen, am 14. November, waren meine Freundin und ich beim Ordnungsamt Aachen und haben die Unterschriftenlisten eingereicht. Wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten Gelegenheit, uns ausführlich mit einem Ordnungsbeamten zu unterhalten. Der Beamte (seinen Namen wird er sicher ungern im Web lesen) hat sich fast eine halbe Stunde Zeit genommen — zumal wir erst 5 Minuten vor Ende der Sprechzeiten eingetrudelt sind, was an sich schon sehr nett war.

Er hat uns ausführlich erläutert, wie sich die Problematik aus Sich des O-Amtes darstellt. Ich werde das an dieser Stelle nochmal zusammenfassend darlegen, auch wenn es eigentlich nicht Neues für HQ-Aficionados sein sollte: Das Hauptquartier hat eine Konzession, die den Ausschank, jedoch keine Livemusik erlaubt. Denn dafür braucht es eine andere Lizenz, die auch an bestimmte bauliche Voraussetzungen der Lokalität gebunden ist. Das Ordnungsamt duldet aber für gewöhlich Livemusik in Kneipen (sonst könnten auch andere Lokale keine Konzerte veranstalten) — allerdings nur, solange es keine Beschwerden gibt. Im Fall des Hauptquartiers war es nun der besagte Immobilienbesitzer, der sich über Lärmbelästigung beim Ordnungsamt beschwert hat. Das Ordnungsamt muss auf diese Beschwerde reagieren — ungeachtet dessen, ob sie aus der Luft gegriffen ist oder nicht. Sogar wenn der Mensch selbst nicht Anrainer ist, hat er — so der Ordnungsbeamte — berechtigte Interessen als Vermieter und Interessenvertreter seiner Mieter. Damit ist nicht gesagt, dass die Beschwerden inhaltlich berechtigt sind — das muss noch geprüft werden. Aber Fakt ist, dass das O-Amt darauf reagieren musste, und so wurde das HQ darauf hingewiesen, dass ab sofort keine Verstöße gegen die sich aus der Schanklizenz ergebenden Auflagen mehr geduldet werden können und dass bei Zuwiderhandlungen ggf. ein Ordnunggeld erhoben werden muss.

Soweit, so schlecht. Es sei noch angemerkt, dass auf ProHQ.de von Konzertverbot die Rede ist; rein formal ist es kein Verbot, faktisch jedoch ist es sogar schlimmer als ein Verbot: Gegen ein Verbot kann man Widerspruch einlegen und eine Aufhebung erwirken. Man kann aber nicht juristisch erwirken, dass eine aufgehobene Kulanzregelung wieder angewendet wird. Was also tun? Da es eher unwahrscheinlich ist, dass das Gaststättenrecht mittelfristig eine Anpassung zugunsten des HQs erfährt oder dass der besagte Immobilienbesitzer einlenkt, bliebe — aus meiner Sicht — dem HQ als realistische Alternative wohl nur, eine entprechende Konzession zu erwerben, die auch Livemusik erlaubt. Das allerdings ist praktisch kaum möglich — dazu müsste das HQ für mehrere tausend Euro umgebaut werden, bzw. einige Bedingungen (etwa ein Notausgang) wären eigentlich gar nicht zu bewerkstelligen. Was höchstens noch denkbar wäre, ist eine Ausnahmeregelung unter Auflagen, bspw. Livemusik nur bis 22:00 Uhr. Aber ob das überhaupt rechtlich möglich ist, weiß ich nicht.

Momentan ist daher eine Zeit der Ungewissheit. Hinter den Kulissen gibt es einige Bewegung, aber es bleibt abzuwarten, was nun kommt. Vermutlich wissen nicht einmal die Hauptakteure, was als nächstes passiert. Bezüglich des Gesprächs mit dem Ordnungsbeamten sei noch angemerkt, dass er ob des großen Engagements, das sich in dem dicken Stapel Unterschriften manifestierte, ziemlich erstaunt war. Wir hatten auch Gelegenheit, ihm mitzuteilen, dass das HQ nicht nur eine gewöhnliche Kneipe ist, sondern eine wichtige kulturelle Einrichtung für Aachen.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei allen Unterzeichnern vielmals bedanken. Ich muss zugeben, dass ich die Unterschriften nicht mehr gezählt habe, aber man müsste die Menge ohnehin in Zentimetern angeben. Aber mit der Übergabe der Unterschriften ist es nicht getan! Auch wenn das Ordnungsamt nun um den Rückhalt für das HQ weiß, es ist für das Hauptquartier noch nichts gewonnen. Ziel ist es also weiterhin, eine ausdrückliche Konzerterlaubnis für das Hauptquartier zu erwirken.

Unterschriften, Teil II und III

02.06.2007 um 15:11 Uhr

Ich habe mittlerweile von Dieter einen zweiten großen Stapel mit Unterschriften bekommen, es werden wohl nochmal so 350 gültige Unterschriften sein. Gestern erreichte mich noch ein Brief von Alex S. mit einem Stapel von über 100 Autogrammen von HQ-Fans.

Vielen Dank nochmal an alle, die das HQ mit einer Unterschrift unterstützen, und ganz besonderen Dank an alle, die Sammelaktionen durchgeführt haben!

Ich werde voraussichtlich Mitte Juni die Listen dem Ordnungsamt zukommen lassen und mich nach dem Stand der Dinge erkundigen.

Stay tuned!

Unterschriften, die Erste

07.04.2007 um 19:00 Uhr

Wow, da habe ich gestern von Dieter einen Stapel Unterschriftenlisten bekommen und gerade abgetippselt. Sind immerhin schon knapp 250 Unterschriften zusammengekommen. Vielen Dank an alle Unterstützer des HQs! Ach ja, und: Beim nächsten Mal bitte erst unterschreiben, dann picheln. ;)

Optimismus

um 14:18 Uhr

Ich habe gestern im HQ in meinen Geburtstag hineingefeiert, war ein sehr schöner Abend.

Bezüglich des momentanen Konzertverbots für das HQ hört man Gutes: In den letzten Tagen is wohl ein Ordnungsbeamter in der Promenadenstraße unterwegs gewesen, um den Beschwerden gegen das HQ auf den Grund zu gehen. Soweit man weiß hat der gute Mann von den Anwohnern und den anliegenden Kneipen nur Gutes zu hören bekommen — das HQ sei definitiv kein Unruheherd (ein anliegender Kneipier bestand sogar darauf, seine Wirtschaft sei mit Sicherheit lauter als das HQ). Der Staatsdiener selbst ist dem Hauptquartier anscheinend auch durchaus wohlgesonnen; zumindest hört man, dass auch er die ständige Schikanei gegen das HQ suspekt findet.

Außerdem habe ich von Dieter gestern einen großen Stapel mit Unterschriften bekommen. Ich werde die Namen dann dieser Tage auf der Unterschriften-Seite  einpflegen.

Happy Birthday to me

03.04.2007 um 11:30 Uhr

Am Freitag, dem 06.04., werde ich in meinen 27. Geburtstag reinfeiern, und zwar im Hauptquartier so ab 22:30 Uhr.
Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten! :-)

Lord Bishop im AZ Aachen

15.03.2007 um 11:09 Uhr

Ich möchte Werbung für ein Konzert machen, welches diesen Freitag um 21:00 Uhr im Autonomen Zentrum stattfindet: Lord Bishop ist wieder in Aachen!

Lord Bishop ist eine Drei-Mann-Kapelle mit dem gleichnamigen Sänger sowie je einem Bassisten und Drummer (letztere in wechselnder
Besetzung). Sie haben bereits letzten Oktober im HQ gespielt und davor schon mal im Sonic Ballroom in Kölle, und sie haben mir beide Male sehr gefallen. Musikalisch könnte man Lord Bishop als funkigen Punkrock oder punkigen Funkrock beschreiben. Auf der Bühne und daneben ist Lord Bishop ein gutgelaunter Ami mit den Ausmaßen eines texanischen Zuchtbullen, der in seiner oft in Anspruch genommenen Jim-Beam-Flasche mit Sicherheit keinen Tee hat. ;) Die Website der Band ist übrigens auch ganz nett, auch wenn sie m.E. ein etwas komisches Bild von der Band vermittelt.

Eigentlich sollte das Konzert im HQ stattfinden; das kann es aber nicht, da das Ordnungsamt Aachen dem HQ das Veranstalten von Konzerten verboten hat. Daher bietet es sich an, nach dem Konzert vielleicht auf ein “Solibier” ins HQ zu gehen.

„Movie“ zum Konzertverbot

07.03.2007 um 14:56 Uhr

Hartmut Heil scheibt in der aktuellen Ausgabe des Stadtmagazins Movie zum Konzertverbot für das HQ folgendes:

Prinzipiell ist es toll, dass es ein Ordnungsamt gibt. Besonders hübsch sind die Abteilungen „Hundewesen“ und „Künstlernamen“. Sollte man sich jemals den Künstlernamen „Jaqueline Irmdorf-Spenzerbach“ zulegen, dann wäre das Ordnungsamt Aachen die erste Adresse, der man das mitteilen würde. Und wenn man ein Hundewesen wäre, könnte man sich gewiss hervorragend vom Ordnungsamt verwalten lassen.

Fast noch großartiger ist, dass die städtischen Nach-dem-Rechten-Seher liebevoll kontrollieren, ob die Menschen unserer Stadt auch Genehmigungen für die Dinge haben, die sie treiben. Und manchmal muss das Amt seinen Bürgern ein wenig auf die Finger klopfen, wenn sie allzu genehmigungslos herumwurschteln. Das Hauptquartier in der Promenadenstraße ist so ein Fall. Weil das Lokälchen keine offizielle Genehmigung für Live-Musik hat, soll es dort in Zukunft auch keine Konzerte mehr geben. Sonst drohen üppige Strafen.

Natürlich hat das Ordungsamt vollkommen recht. Niemand möchte in einer Welt leben, in der jeder genehmigungslos und ungestraft Musik verursachen kann. Ganz bestimmt würden sich alle Leute auf dem Marktplatz versammeln, saufen, grölen, Spirituosen an Kinder verteilen und sich nachher gegenseitig verprügeln. So weit darf es niemals kommen! Höchstens an Karneval, aber das ist dann Brauchtum.

Vielleicht gäbe es aber auch die klitzekleine Chance, einem Laden wie dem Hauptquartier eine Art Brauchtumsbonus einzuräumen. Denn hier würde der Begriff „Brauchtum“ endlich mal funktionieren. Diese Stadt braucht nämlich Institutionen und Menschen, die auch ohne Marketinggetue und Anspruch auf Fördergelder kontinuierlich wichtige und belebende Kulturarbeit leisten. Das Hauptquartier hat genau dies jahrelang getan. Und wenn man hier wegen einer fehlenden Genehmigung gewachsene und funktionierende Strukturen zerstört, die aus purem Idealismus zusammengehalten werden, dann ist das ein sehr seltsames Zeichen in einer Zeit, in der so innig über die angespannte Lage im Kultursektor gejammert wird.

Also liebes Ordnungsamt, bitte denk noch mal drüber nach, ob man nicht ausnahmsweise wieder Konzerte im Hauptquartier zulassen könnte. Ich würde dafür sogar auf meinen Künstlernamen und mein Hundewesen verzichten.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Heil.)

Dem kann ich mich nur anschließen, wobei ich selbst leider weder Künstlernamen noch Haustier in die Waagschale werfen kann.

Banner und Buttons

27.02.2007 um 10:07 Uhr

Es gibt im Bereich Unterstützen jetzt ein paar Banner in diversen Standardgrößen. Wenn jemand andere Größen braucht oder ein anderes Design möchte, kann er/sie mir gerne Bescheid sagen. Auch Designvorschläge für neue Banner und Buttons sind höchst erwünscht.

Aktionsplattform ProHQ

21.02.2007 um 16:16 Uhr

Dies ist die Aktionsplattform ProHQ. Es geht hier um das Hauptquartier Aachen (HQ), eine nette Kneipe im Herzen der Kaiserstadt. Aufgrund einer privaten Schikane-Aktion darf das HQ keine Konzerte mehr veranstalten. Die Plattform ProHQ möchte über diese Situation informieren, als Sprachrohr für die Unterstützer des HQ dienen und letztlich ein Einlenken der Aachener Behörden erwirken.